Schuldspruch trotz Leine und Warnung

Wird ein Mensch von einem Hund gebissen, muss dafür der Besitzer des Hundes haften. War der Hund durch Beißvorfälle schon einmal auffällig gewesen, so bleibt diese Haftung auch bestehen, wenn der Hund angeleihnt war und vor der Gefährlichkeit des Hundes gewarnt wurde.

Durch das Landgericht Coburg (Az. 11 O 660/07) wurde eine Hundehalterin zur Zahlung von 1.500,- EUR Schmerzensgeld verurteilt, weil Ihr Hund einen achtjährigen Jungen gebissen hatte. An dem Urteil änderte auch nicht die Tatsache, dass die Hundehalterin den Jungen zuvor vor ihren Hund gewarnt hatte und der Junge sich trotz dieser Warnung dem Hund heimlich näherte.

Das Gericht sah aber eine Mitschuld des Geschädigten und wies deshalb eine Schmerzensgeldforderung der Klägerin von 12.500,- EUR als nicht angemessen ab.

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