Ernährung

Viele Hunde leiden in unser heutigen Zeit - der Wohlstandsgesellschaft - an Übergewicht. Dies liegt in der Regel nicht an zu wenig Auslauf, sondern eher an der Überfütterung durch sein Herrchen. Ein solches Verhalten ist unvernünftig und nicht artgerecht.

 

Um einen Hund richtig zu ernähren, muss man folgendes wissen: Jeder Hund hat noch einen gewissen Urinstinkt, der ihn dazu veranlaßt für schlechte Zeiten vorzusorgen. Hunde fressen alles, was ihnen als fressbar erscheint. Hunde wissen nicht, dass es bei seinem Herrn jeden Tag etwas zu fressen gibt, und diese Einsicht kann ihnen auch nicht anerzogen werden. Qualität und Menge des Futters muss vom Menschen überwacht werden. Wenn sie auf den mitleiderregenden Blick ihres Hundes hereinfallen, muss er unter ihrer bemitleidenswerten Schwäche leiden.

 

Futter, welches den Grundbedarf ihres Hundes übersteigt, wird in Fett verwandelt und im Körper sofort gespeichert. Die Folge sind Übergewicht, das den Körper ihres Hundes belastet, die Funktionstüchtigkeit des Organismus schädigt und das Leben ihres Hundes verkürzt. Der Continental Bulldog neigt bei falscher oder übermäßiger Fütterung zum Dickwerden. Sollte ihr Hund schon übergewichtig sein, hilft nur noch eine stränge Diät. Wie viel ihr Hund zu fressen benötigt, ist vom Temperament, der Gesundheit, dem Alter und der körperlichen Belastung abhängig. Artgerechtes und ausgewogenes Futter in angemessener Menge reicht einem erwachsenen Hund ohne körperliche Beanspruchung völlig aus. Erhöhter Nährstoffbedarf besteht z.B. während einer Trage- und Säugezeit.

 

Eine artgerechte und ausgewogene Ernährung

 

In jeder Nahrung sind Nährstoffe enthalten. Hierbei unterscheidet man in organische und anorganische Nährstoffe. Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine und Spurenelemente sind die Hauptnährstoffe, die in gutem Hundefutter enthalten sein sollten. Sie liefern Energie, die Ihr Hund für die Erhaltung aller lebensnotwendigen Funktionen braucht. Für ein gesundes Hundeleben müssen aber alle in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. 

 

Als grober Anhalt, wieviel ein Hund am Tag fressen sollte, gilt diese Faustregel: Ein erwachsener Hund ohne besondere Belastungen benötigt täglich pro Kilogramm seiner Körpermasse etwa 57 kcal Futter. Bei kleinen Hunderassen liegen die Werte etwas höher. Welpen brauchen rund 100 bis 170 kcal, Zuchthündinnen in der zweiten Hälfte der Säugeleistung sogar 100 bis 300 kcal. Ein älterer Hund braucht oft weniger, ein sehr alter Hund dann wieder etwas mehr Energie im Futter. 

 

Die Grundlage der Hundeernährung ist Fleisch, denn es ist eine besonders hochwertige Eiweißquelle. Ihr Proteingehalt beträgt mindestens 18 Prozent. Doch sollte auf eine reine Fleischkost verzichtet werden, da sie zu stumpfen Haarkleid, Calciummangel und Knochenschäden führt.

 

Zur Verfütterung eignet sich das gesunde und unverdorbene Fleisch aller Schlachttiere (außer Schwein) und Fische. Fleisch enthält neben Geschmackstoffen tierisches Eiweiß, tierische Fette, Vitamine und Salze. Besonders Muskelfleischreste, die vom Knochen abgeschabt werden, und Herz sind voll mit hochwertigen Proteinen, die Hunde besonders gut verwerten können. Empfehlenswert sind u. a. grüner (also roher, ungereinigter) Rinderpansen, Kopffleisch, Schlund und die Leber vom Rind. Kommen ihnen Zweifel über die Verfütterung von rohem Fleisch, dann können sie es prinzipiell garen. Beachten sie aber, dass sie dann die Vitaminversorgung des Hundes durch die Verfütterung anderer Nahrungsmittel regeln müssen.

 

Die Knochen (oder bei Fisch die Gräten) müssen vom Fleisch entfernt werden. Knochen in jeder Form sollten völlig tabu sein, da der Schaden (Verschlucken, Verklemmen, Steckenbleiben, Brechreiz, Verstopfung, Verletzung des Darms) den sie verursachen können, größer ist, als der effektive Nutzen. Kleingekaute Knochenteile gelangen weitgehend unverdaut durch das Verdauungssystem der Tiere. Übermäßiger Knochenverzehr kann im Enddarm, wenn dem Kot das Wasser entzogen wird, aus ihm eine harte Masse mit spitzen Bestandteilen werden lassen, welche zur Verstopfung und Verletzungen im Darm führen kann.

 

Für alle die auf Knochen nicht verzichten wollen, gibt es im Fachhandel Kauknochen in allen Größen und Formen. Diese sind ideal zur Kräftigung des Gebiss und der Zähne und für ihren Hund auch nicht so gefährlich.

 

Tierische Produkte, wie Quark, Hüttenkäse und Joghurt sind eine ideale Futterergänzung und können reichlich verfüttert werden. Sie eigenen sich wunderbar als Diätfutter oder bei Durchfall, da sie gut verträglich und leicht verdaulich sind. Sie helfen die Bakterienflora im Darm wieder aufzubauen. Ebenfalls gesund und bekömmlich sind ein bis zwei Eigelb die Woche. Sie können sie roh oder gekocht verabreichen. Das Eiklar sollte auf keinen Fall verabreicht werden, da es das Protein Avidin enthält, welches das Vitamin H (Biotin) bindet und die Aufnahme von Biotin (wichtig für Haut und Fell) im Körper verhindert. Es kommt auch vor, das ihr Hund das Eiklar (roh oder gekocht) nach dem Verzehr gleich wieder erbricht, da es ihm nicht bekommt.

 

Da erwachsene Hunde, im Gegensatz zu Welpen, nicht mehr über das Verdauungsenzym Laktase verfügen, das den in Milch enthaltenen Milchzucker (Laktose) aufspaltet, sollte Milch jedem Hund vorenthalten werden. Milch wird bei ihrem Hund zu Durchfall führen.

 

Hirse, Reis, Futterflocken, Kleie, geschrotetes Getreide und in kleinen Mengen Gemüse, Salat, Kräuter und Obst sind für den Ernährungsbedarf ihres Hundes äußerst notwendig. Sie regulieren nicht nur die Körperfunktionen, sondern ermöglichen sie erst. Jedoch sollte eine einseitige pflanzliche Futterbeimischung vermieden werden, da sonst einige benötigten Nährstoffe fehlen würden. Abwechslung ist hier das Zauberwort. Gemischte Hundeflocken befriedigen den Ernährungsbedarf besser und sind deshalb zu bevorzugen.

 

Die in Pflanzen enthaltenen Eiweiße, Fette, Vitamine, Mineralstoffe und Kohlenhydrate (werden zur Energiegewinnung und beim Zellaufbau benötigt) müssen je nach Art verwendbar gemacht werden, da das Verdauungssystem ihres Hundes rohe, nicht vorbehandelte Bestandteile der Kohlenhydrate (Zucker, Stärke) schlecht ausnutzt. Gerste, Dinkel, Roggen, Hirse, Hafer sollten deswegen über Nacht eingeweicht und am nächsten Tag kurz aufgekocht werden. Am besten verträgt der Hund geschrotetes Getreide in Flockenform wie Haferflocken oder Hirseflocken. Getreide im Hundefutter sollte immer vollwertig sein, nicht geschält.

 

Die in Pflanzen enthaltenen Balaststoffe regen die Darmbewegung ihres Hundes an und fördern den Verdauungsvorgang. Jedoch führen zu viele Balaststoffe zu erhöhten Kotmengen.

 

Ist ihnen dies zu umständlich, können sie auch einen Teelöffel Pflanzenöl ins Futter geben. Sollten sie mit ihrem Hund auf reisen sein, oder er keinen Appetit haben, tun es auch ein bis zwei Scheiben Vollkornbrot mit Margarine, Butter, Leberwurst oder Ölsardinen. Diese Leckerbissen sollten aber die Ausnahme bleiben und nicht zur Regel werden.

 

Die erforderlichen Mineralien nimmt ihr Hund immer mit der Nahrung auf, da sie in jedem Lebewesen vorhanden sind. Sie dienen dem Wachstum und sind zur Substanzerhaltung des Organismus notwendig. Sie regulieren den Wasserhaushalt und sorgen für die Bildung von Knochen und Zähnen.

 

Die Vitamine ermöglichen erst ein gesundes Hundeleben. Sie sind ein lebensnotwendiger Wirkstoff. Man unterscheidet die fettlöslichen (A, D, E und K) und die wasserlöslichen (B und C) Vitamine. Die Vitamine des B-Komplexes und mit Einschränkung das Vitamin C müssen dem Hund ständig zugefügt werden. Die anderen werden nur in Verbindung mit Fett aufgenommen und im Organismus gespeichert.

 

Es reicht aber nicht aus, von jedem dieser Nährstoffe jeweils nur ein errechnetes Minimum an den Hund zu verfüttern. Zwischen den aufgenommenen Nährstoffen gibt es zahlreiche Wechselbeziehungen. Oft kann ein zu wenig verabreichter Nährstoff dazu führen, dass auch andere Nährstoffe nicht ausreichend vom Körper genutzt werden können. Umgekehrt kann es zu schweren gesundheitlichen Schäden beim Hund führen, wenn bestimmte Nährstoffe in zu großer Menge gefüttert werden. Aus diesen Zusammenhängen geht hervor, dass eine einseitige Fleischernährung für den Hund nicht ausreichend, sondern sogar gesundheitsschädlich ist.

 

Wasser

 

Frisches, aber nicht zu kaltes, Wasser muss einem Hund immer und ausreichend zur Verfügung stehen. Die täglich erforderliche Trinkmenge unterscheidet sich deutlich bei der Fütterung von Nass- bzw. Trockenfutter. Liegt bei einer Gabe von Nassfutter (aus der Dose oder der eigenen Küche) die tägliche Wasserration etwa bei 5 bis 10 ml pro Kilogramm Körpermasse, sollte bei einer Fütterung mit Trockenfutter darauf geachten werden, dass deutlich mehr (40-50 ml) getrunken wird.

 

BARF

 

BARF (Abkürzung für Biologically Available Raw Food) stammt aus Australien und meint "biologisch artgerechte Fütterung" bei Hunden. Es wurde von dem australischen Tierarzt Dr. Ian Billinghurst entwickelt und verzichtet ganz auf die Fütterung von Fertigprodukten. BARF serviert Hunden stattdessen rohes Fleisch und Fisch, dazu Gemüse, selten Getreide. Die Anhänger wollen mit dieser Fütterung die Ernährung von Wölfen, den Urahnen unserer Hunde, nachahmen. Die Angst vor Salmonellen ist im übrigen unbegründet, da die Verdauungszeit des Hundes viel kürzer als die des Menschen ist und sein Magen-Darm-Trakt so kurz, dass Salmonellen sich nicht einnisten und nichts ausrichten können.

Gemüse und Obst wird mit einem Pürierstab oder Mixer zu Brei püriert, da der Verdauungstrakt des Hundes eine andere Beschaffenheit als der des Menschen hat. Hunde können Zellulose, also die Zellwände aus Obst und Gemüse, nicht verwerten. Durch das Pürieren wird die durchbrochene Zellulose für den Hundemagen verdaulich, und mit einem Schuss Öl im Gemüse- oder Obstbrei können die fettlöslichen Vitamine aufgenommen werden.

 

Fertignahrung

 

Laut einer Studie benutzen rund 84 Prozent aller Hundebesitzer Fertigfutter für ihre Vierbeiner. Die Beweggründe hierfür sind ganz unterschiedlich. Mitunter sind es praktische Gründe. Schließlich befinden sich im Trocken- und Nassfutter sämtliche notwendige Nährstoffe. Desweiteren ist beim Fertigfutter die richtige Berechnung für die Ernährung des eigenen Hundes relativ einfach. Richtet man sich nach den Angaben der Hersteller und sollte man jedoch mit etwa 10 Prozent weniger Futter rechnen, als angegeben.

 

Fertigfutter ist für jede Lebensphase des Hundes erhältlich und gewährleistet die optimale Versorgung des Hundes. Die Auswahl an Hundefutter im Fertigfuttersegment ist groß. Bei der Fertignahrung unterscheidet man zwischen Nassfutter und Trockenfutter.

 

Nassfutter ist in der Regel eine Mischung aus Muskelfleisch, Innereien, Geflügelschlachtabfällen, Fisch, Blut, Getreide, Gemüse und den lebenswichtigen Vitaminen und Mineralien. Es wird zur Konservierung zusätzlich mit Zucker, Glykole und organische Säure angereichert. In dieser Kombination wird es als Komplett- oder Vollnahrung angeboten. Das heißt, es braucht keine Beikost gefüttert werden.

 

Manche Produkte sind aber auch rein tierischer Herkunft. Sie sind zwar sehr proteinreich, müssen aber mit Kohlenhydraten (Gemüse und Getreideflocken), Vitaminen und Mineralstoffen ergänzt werden. Bei rein tierischen Futterkombinationen spricht man von Basisfutter.

 

Der wesentliche Unterschied zwischen Nass- und Trockenfutter ist der Wassergehalt. Nassfutter für Hunde besteht zu etwa 60 bis über 84 Prozent aus Wasser. Trockenfutter weist dagegen nur einen Wassergehalt von drei bis zwölf Prozent auf. Dies wirkt sich auf die Haltbarkeit des Hundefutters aus: Nassfutter verdirbt wesentlich schneller als Trockenfutter für Hunde. Es gibt auch sogenanntes halbfeuchtes Futter, das etwa 40 bis 25 Prozent Wasser enthält. 

 

Als Trockenfutter bezeichnet man fertige Futtermischungen, Trockenfleisch oder -fisch, Hundekuchen und Getreideflocken. Es wird aus getrocknetem Frisch- oder Gefrierfleisch, Blut, Geflügelschlachtabfälle und Tiermehl hergestellt. 

 

Bulldoggen benötigen kein besonders hochwertiges oder gehaltvolles Futter - ca. 20-22% Proteingehalt sind völlig ausreichend. Auch bei dem Futter eines Welpen muss der Anteil nicht höher liegen. Inzwischen weiß man, von Ernährungsexperten getestet, dass die Welpen sonst zu schnell wachsen, was schlecht für die Gelenke ist. Ein Proteingehalt von max. 24-26% reicht bei Welpen vollkommen aus. Man sollte sich auch nicht unbedingt an die Mengenangaben halten. Die angegebene Futtermenge zum entsprechenden Gewicht des Hundes kann um gut die Hälfte reduziert werden.

 

Trockenfutter kann alleine oder zur Ergänzung verabreicht werden. Es läßt sich auch ideal mit frischem Fleisch mischen. Der Fleischanteil sollte hierbei aber höchstens 1/3 des Gesamtfutters betragen. 

 

Wird Trockenfutter allein verfüttert, so löst dies großen Durst bei ihrem Hund aus. Immer ausreichend Frischwasser anbieten oder das Trockenfutter mit warmen Wasser oder warmer Brühe dickbreiig anrühren.

 

CORF

 

CORF (Convenient Raw Food) ist eine neue Art seinen Hund mit BARF, also mit Rohfleisch zu ernähren. Im Gegensatz zum klassischen BARF ist in den CORF Menüs schon alles enthalten: Fleisch, Obst, Gemüse und hochwertige Öle. CORF-Nahrung wird in handlichen Portionsgrößen angeboten und erleichtern so das Portionieren für die Hunde. Die im Handel erhältlichen CORF Menüs stellen sowohl für BARF-Anfänger als auch für BARF-Anhänger eine bequeme und gesunde Fütterung mit Rohfleisch für den Hund dar. Sie werden ernährungsphysiologisch im Verhältnis von Fleisch zu pflanzlichen Bestandteilen (75% : 25%) und ohne Erhitzen hergestellt. Sie sind außerdem zu 100% getreide- und glutenfrei und ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe.

 

Es gibt die Faustformel, um zu erkennen ob ein Hund zu dick oder dünn ist, dass man die Rippen ertasten, aber nicht sehen sollte. Meine Meinung dazu ist, dass man bei einer sportlich, athletisch aussehenden Bulldogge sehrwohl die hinteren Rippenbogen sehen darf. Vorausgesetzt, dass das Gesamtbild stimmig ist und der Hund nicht unterernährt wirkt.