Die Geschichte des Continental Bulldog

Imelda Angehrn
Imelda Angehrn

Die schweizer Züchterin Imelda Angehrn war in ihrer langjährigen Zucht von Englischen Bulldoggen nicht mehr völlig überzeugt davon, dass die Zucht des English Bulldog noch in die richtige Richtung gehen würde. Als dann Anfang der 2000er Jahre in der Schweiz die Diskussionen über verschärfte Tiergesetze und Zuchtbestimmungen begannen, die „das Erzeugen und Halten von Tieren mit bestimmten Merkmalen, insbesondere Abnormitäten im Körperbau und Verhalten...“ verbieten sollten, entschloss sie sich nach Gesprächen mit namhaften Kynologen im Frühjahr 2001, um die Bewilligung zur Kreuzung von English Bulldogs und Olde English Bulldogge mit der Absicht, die Kreuzungstiere zu einem späteren Zeitpunkt wiederum mit reinen English Bulldogs zu paaren. Ziel dieser Versuche war es, einen English Bulldog zu schaffen, der alle vom Tierschutz geforderten Voraussetzungen an einen gesunden Hund erfüllt.

 

Nach persönlichen Besuchen bei amerikanischen Züchtern und Ausstellungen kaufte sich Imelda Angehrn zwei Olde English Bulldogge Rüden und zwei Hündinnen und am 8. Juli 2001 fiel in die Pickwick Zucht, nach Bewilligung der Schweiz. Kynologischen Gesellschaft (SKG), der erste Kreuzungswurf (Birchwood’s Spike x EB Pickwick Lady Pinkarella). Diese Hunde wurden in der Folge unter der Bezeichnung Pickwick Bulldogs Old Typ (PBOT) geführt.

 

Imelda Angehrn reiste in der Folgezeit viele male in die USA und England, um erstklassige Einkreuzungstiere zu erwerben. In dieser Zeit wurden viele Welpen geboren. Für Imelda Angehrn war es erstaunlich, wie belastbar die Welpen schon während der Geburt waren. Auch wenn sie bei einigen Welpen während der Austreibungsphase mit Ziehen oder Drehen helfen musste, so waren sie meistens fit und atmen sofort. Die Welpen wogen bei der Geburt zwischen 300 - 480 Gramm. Sie waren länglicher, als die Welpen Englischer Bulldoggen und ihre Körper waren weniger gedrungen. Die Köpfe waren ebenfalls etwas länger und weniger rund. Die Schnauzenpartie war schmaler und wesentlich länger.

 

Im Alter von einer Woche wehrten sich die Welpen lauthals und erkämpften sich die besten Zitzen. Sie konnten spielend übereinander krabbeln und sich auch wieder umdrehen, falls einer in die Rückenlage fiel. Mit 2 Wochen machten die Welpen schon richtige Gehversuche und versuchten ihren Körper auf die noch wackeligen Beine zu stemmen und sich fortzubewegen. Die Welpen, welche eine längere Rute hatten benutzten diese zur Balance.

 

Es zeigte sich jedoch schnell, dass eine Rückkreuzung in den English Bulldog, wegen der Ablehnung durch das standardgebende Land England, nicht möglich war. Das Zuchtprogramm an sich war jedoch ein Erfolg. Die Kreuzungen zeigten, dass der Versuch, die Verbesserung der gesundheitlichen Situation des English Bulldogs, auf die Schaffung einer neuen Rasse hinaus lief - einer Rasse, die dem ursprünglichen Typ des Bulldogs sehr nahe kommt. Diese Hunde fanden großen Anklang und ihre Besitzer waren vom Wesen, der Beweglichkeit und Belastbarkeit der PBOT begeistert. Doch war der Weg nicht immer leicht, da sich Imelda Angehrn vielen Anfeindungen aus dem In- und Ausland ausgesetzt sah.

 

Aus Vertretern des Arbeitsausschusses für Zuchtentwicklung und Zuchtförderung bildete sich in Zusammenarbeit mit Imelda Angehrn eine Projektgruppe, die auf die Anerkennung einer neuen Bulldog Rasse hinarbeitete. Es wurden über 70 Hunde von einem Tierarzt und Richter beurteilt und deren Eintragung in das Anhangregister des Schweiz. Hundestammbuches (SHSB) beantragt.

 

Danach hatte sich der Zentralverband des SKG mit diesem Projekt zu befassen. Am 15. September 2004 wurde der Antrag zur Anerkennung der neuen Rasse, zwecks Abgrenzung vom English Bulldog, unter der Bezeichnung Continental Bulldog stattgegeben. Die Entscheide und Maßnahmen zur Bildung der neuen Rasse wurden in Absprache mit der Fédération Cynologique International (FCI) (Vertreter der Standard- und der wissenschaftlichen Kommissionen) getroffen. Der Continental Bulldog wird, wenn er die von der FCI geforderten Bedingungen erfüllt und als neue Rasse anerkannt ist, eine schweizer Rasse werden.

 

Bis dahin braucht es aber acht unabhängige Blutlinien, deren Ahnen drei Generationen zurück nirgends verwandt sein dürfen. Des Weiteren bedarf es drei Nachwuchsgenerationen, die innerhalb der acht Blutlinien nicht miteinander vermischt werden dürfen. Es bedarf also einer großen Anzahl von Hunden, um die Bestimmungen der FCI zu erfüllen.

 

Mit dem Ziel, die neue Rasse zu fördern und die Züchter in ihren Bemühungen, gesunde, bewegliche Hunde von ausgezeichnetem Wesen zu züchten, zu unterstützen, wurde am 5. Dezember 2004 der Continental Bulldog Club Schweiz (CBCS) gegründet. Dies geschah im Personalrestaurant Electrolux in Mägenwil in der Anwesenheit von 41, der bis zum Datum der Gründungsversammlung angemeldeten 105 Mitgliedern. 

 

Durch die dort Anwesenden wurden Arkas Wymann zum Präsidenten, Frau Agnes Ernst zur Kassiererin, und als weitere Mitglieder des Vorstandes Frau Imelda Angehrn, Herrn Antoine Leuenberger und Otto Rauch als Delegierter der SKG einstimmig gewählt. Ebenfalls wurde die Zuchtkommission, die sich aus Frau Imelda Angehrn als Präsidentin, Dr. Rudolf Schläpfer als Sekretär, Dr. Jan Nesvadba als Mitglied, Dr. h. c. Hans Räber als beratendes Mitglied und Otto Rauch wiederum als Delegierter der SKG zusammensetzt, einstimmig gewählt.

 

An diesem Tage konnte auch die Frage geklärt werden, ob mit dem PBOT-Abstammungsnachweis die Teilnahme an Ausstellungen möglich sei. Imelda Angehrn gab an, dass alle beurteilten Hunde und deren Nachkommen offiziell als Continental Bulldogs in das Anhangregister des Schweiz. Hundestammbuches (SHSB) eingetragen werden und somit auch offizielle SKG-Abstammungsurkunden mit dieser Rassebezeichnung erhalten. Dieses Dokument erlaubt die Teilnahme an Internationalen und Nationalen Ausstellungen in der Schweiz. Bis zur Anerkennung durch die FCI kann jedoch nur das CAC (Anwartschaft für den Titel „Schweizer Schönheitschampion“) vergeben werden.

Imelda Angehrn - Bodensee Cup 2013
Imelda Angehrn - Bodensee Cup 2013

Am 19.02.2005 wurde dann der erste Rassestandard für den Continental Bulldog festgelegt. Der Entwurf war Vorlage und Richtlinie für die Beurteilung der Hunde aus dem ursprünglichen Projekt: „Gesundheitliche Verbesserung der Rasse English Bulldog“. Er diente als Zielsetzung für die weitere züchterische Arbeit und bildete die Ausgangslage zur Anerkennung des Continental Bulldog durch den Zentralvorstand der SKG. Bis zur Genehmigung durch die FCI, wird dieser Entwurf laufend weiterentwickelt und verbessert.

 

Am 22. April 2006 wurde in Göttingen der Continental Bulldog Club Deutschland e .V. gegründet und dessen Vereinslogo vorgestellt. Dieser Verein vertritt die Rasse als erster offiziell in Deutschland. Sein Ziel ist der Aufbau und die Reinzucht der Rasse Continental Bulldog nach dem jeweils aktuell gültigen Standard der FCI. Sein angestrebtes Ziel ist die Anerkennung durch die FCI und die Betreuung über den deutschen Dachverband VDH. Der Verein fördert alle Bestrebungen, die der Erfüllung dieses Zweckes dienen. 

 

Am 9. Juli 2006 fand die erste Clubschau des Continental Bulldog Club Schweiz statt. Bei dieser ersten Ausstellung konnten 56 Continental Bulldogs vorgeführt werden. 

 

Am 12. August 2007 fand dann auf der Rennbahn in Düsseldorf, anlässlich des 5. DogDay, die erste Clubschau des Continental Bulldog Club Deutschland statt. Auf dieser Veranstaltung konnten vor 8.000 Besuchern 30 Continental Bulldogs vorgeführt werden. Als Richterin für diese erste Clubschau konnte Imelda Angehrn gewonnen werden. 

 

Im Jahr 2010 wurden erste schriftliche und telefonische Kontakte mit dem Zuchtreferat des Österreichischer Kynologenverband (ÖKV) geknüpft, um die Aufnahmebedingungen des Continental Bulldog als Rassehund in Österreich zu ergründen. Die Mitarbeiter des dortigen Zuchtreferates waren gegenüber dem Continental Bulldog sehr positiv eingestellt. Um eine Aufnahme in den ÖKV beantragen zu können, wurde ein Maßnahmenkatalog vorgelegt, welcher zunächst abgearbeitet werden muss.

 

Am Sonntag, den 20.02.2011 versammelten sich erstmalig die Gründungsmitglieder des Continental Bulldog Club Austria. In Anwesenheit von 16 gemeldeten Gründungsmitgliedern wurde das Gründungsprotokoll verlesen und die vorläufigen Statuten des Clubs in allen Punkten erörtert und diskutiert. Nach der Abstimmung über die Vereinsstatuten wurde der CONTINENTAL BULLDOG CLUB AUSTRIA (CBCA) gegründet. 

 

Das Jahr 2011 läutete die entscheidende Phase für die Anerkennung des Continental Bulldogs in der FCI ein. Am 15. Januar wurde ein neu überarbeiteter Rassestandard bindend, welcher den von 2005 ablöste. Dem voraus ging am 14. Januar die Übergabe von 8 Ordnern an den Zentral-Vorstand der SKG mit dem kompletten Dossier über die 8 Bluttlinien (ein Ordner pro Blutlinie), durch Imelda Angehrn. Zusätzlich sollte von ihr ein sogenanntes Gesamtwerk erstellt werden, dessen Inhalt Kapitel zum geschichtlichen Hintergrund, der Population (Verbreitung der Rasse im In- und Ausland), einem Nachweis über die acht unabhängigen Blutlinien, den Standard, Angaben zur Zucht, über gesundheitlicher Untersuchungen, über Verhaltensfragen, sowie Fotos und eine DVD auf der verschiedene Hunde im Gehen von vorne, seitlich und von hinten und im Stand zu sehen sind, beinhalten musste. 

 

Dank unbürokratischer Vorgehensweise konnte am 21. Januar vom ZV SKG die Bewilligung erteilt werden, die Ordner an die FCI weiterzuleiten, damit sie von der Standard- und der Wissenschaftlichen Kommission begutachtet werden können. Die Übergabe erfolgte am 24. Januar 2011 an Herrn Yves De Clercq, Executive Director der FCI zuhanden der Wissenschaftlichen – und der Standard-Kommissionen, durch Imelda Angehrn persönlich. Dies war auch nur durch die spontanen Hilfen von verschiedenster Seite und eines riesigen administrativen Arbeitseinsatzes von Imelda Angehrn möglich.

Wenn durch die FCI die provisorische Anerkennung der Rasse Continental Bulldog erteilt wird, bedeutet dies, dass der Continental Bulldog von allen der FCI angeschlossenen Landesverbände anerkannt und in deren Stammbaum-Register eingetragen werden muss. Sie dürfen dann in all diesen Ländern gemäß des gültigen Standards und des jeweiligen Zucht- und Körreglement mit offiziellen Papieren gezüchtet werden. Sie dürfen auf allen Ausstellungen im In- und Ausland, die unter FCI-Regeln organisiert sind, gezeigt werden. Eine endgültige Anerkennung würde dann nach Ablauf von weiteren zehn Jahren erfolgen, in denen weitere acht voneinander unabhängige Bluttlinien herausgezüchtet werden konnten. 

Leider wurde die Hoffnung auf die provisorische internationale Anerkennung, auf der FCI Plenarsitzung im November 2011, trotz der Anwesenheit des SKG-Präsidenten, Herrn Peter Rub, welcher das Projekt Continental Bulldog vertrat, nicht erfüllt. Der Continental Bulldog stand nicht auf der Tagesordnung.

 

Im selben Jahr wurde in Deutschland ein weiterer Continental Bulldog Verein gegründet. Der Continental-Bulldogs-Deutschland e. V. (CBD) machte es sich damals nach eigener Aussage zum Ziel, den Continental Bulldog als „offene Rasse“, d. h. unter einem neuen, „modernen“ Zuchtschema weiter aufzubauen. Hierdurch wollten sie die Gesundheit weiter festigen und optimieren. Nach Meinung des CBD e. V., wäre dies unter dem VDH in Deutschland nicht oder nur sehr schwer möglich gewesen. Deshalb strebten sie im Gegensatz zum CBCD e. V., keine Anerkennung im VDH an. Der CBD e. V. war somit der erste Dissidenzverein in Deutschland.

Der CBCD e. V. gab daraufhin auf seiner Internetpräsens eine Erklärung heraus, dass er sich ausdrücklich von Vereinen distanziert, die nicht  nach den vorgegebenen Qualitätsstandards der F.C.I und dem Dachverband VDH in Deutschland züchten.

 

Im Juli 2013 hatte der CBD e. V. seinen Vereinsnamen von Continental Bulldogs Deutschland e. V. in Club für Bulldoggen Deutschland e.V. geändert. Er hat sich anderen Bulldograssen geöffnet und war somit kein reine Continental Bulldog Verein mehr.

 

Im Jahre 2011 sind im CBCS bei neun Züchtern insgesamt 18 Würfen mit 109 Welpen gefallen. Von 49 Contis wurden an insgesamt 8 Körtagen 42 angekört, 2 mit Vorbehalt und 5 wurden nicht angekört. Bezüglich Typ und Größe der Hunde, sowie Vollzahnigkeit und korrektem Vorbiss wurden große Fortschritte gemacht.

 

Am 1. Juli 2012 gründet sich in Frankreich der Continental Bulldog Club France (C.B.C.F.), welcher es sich zur Aufgabe gemacht hat, Liebhaber, Besitzer und Züchter des Continental Bulldogs in Frankreich zu vereinen und die Rasse dort zu fördern.

 

In Deutschland kam es indes unter den Züchtern des CBCD e. V. zu einer Spaltung, in dessen folge am 11. August 2012 der Club für Continental Bulldogs (CfC) gegründet wurde. Dieser wurde von ehemaligen CBCD-Mitgliedern gegründet, die in Zusammenarbeit mit dem Continental Bulldog Club Schweiz und den weiteren, vom CBCS und der SKG autorisierten Vereinen alles tun wollen, das Lebenswerk von Imelda Angehrn zu unterstützen und gesunde, bewegliche Hunde von ausgezeichnetem Wesen zu züchten. Der CfC strebt ebenfalls eine Mitgliedschaft beim VDH an. Er unterwirft sich von Anfang an der Satzung des VDH und den vom VDH erlassenen Ordnungen.

 

Im Jahr 2013 gründete sich in der Schweiz der Verein Continental Bulldog Swiss Club (C.B.S.C.). Zweck dieses Vereins war auch der Aufbau und die Förderung der Rasse nach dem jeweils aktuellen Rassestandard, sowie das Einsetzen im Allgemeinen für das Hundewesen. Zum Ziele machte er sich die Zucht und Haltung von Continental Bulldogs in der Schweiz. Besonderer Wert wird auf die Gesundheit, das Wesen und das Erscheinungsbild gelegt, sowie das positive Vertreten des Continental Bulldogs in der Öffentlichkeit.

 

Um die Zucht moderner und transparenter zu gestalten, hat der CBSC beschlossen alle Contis im Verein genotypisieren zu lassen. Hierdurch sollen die Abstammung und damit die zweifelsfreie Identität der Continental Bulldogs jederzeit wissenschaftlich belegt werden können. Um dies zu erreichen werden DNA-Profile von jedem Zuchthund und der Welpen erstellt. 

 

Im Jahr 2014 wurde der Antrag um Aufnahme des Schweizerstandards Continental Bulldog vom FCI-Vorstand abschlägig beantwortet. Die geforderten und eingelieferten Unterlagen zu den acht Blutlinien wurden zwar als mustergültig gewürdigt, aber obwohl SKG/CBCS in ihrer Begründung immer auf den Vergleich zur Englischen Bulldogge bewusst verzichtet hatte, um nicht ein unbegründetes Konkurrenzdenken und das Vergleichen von zwei Hunderassen zu provozieren, wurde dies jedoch von den beiden ständigen Kommissionen (Standard und Wissenschaft), wie auch dem Vorstand der FCI in ihrer Begründung aufgenommen und als abzulehnendes Argument verwendet. Obwohl klare Vorgaben existieren, welche Wege zu beschreiten sind, wenn ein Mitgliedsland ein Anerkennungsgesuch stellen will, gibt die FCI in ihrer Begründung an, dass sie zurückhaltend mit der Anerkennung von neuen Rassen ist.

 

Auf Beschluss des VDH-Vorstandes wurde der Continental Bulldog mit dem 1. Januar 2015 als Rasse national für Deutschland anerkannt und erstmals der gültige Standard für Deutschland im VDH veröffentlicht.

Die nationale Anerkennung hat jedoch nur vorläufigen Charakter. D.h., dass eine durch den VDH national anerkannte Rasse, nach ca. 10-15 Jahren durch den VDH-Vorstand auf seine Entwicklung überprüft wird. Bei einer entsprechend negativen Bewertung, kann dies zu einer Aufhebung der nationalen Anerkennung führen. Dies ist der grundsätzliche Unterschied zu international anerkannten Rassen. Die Anerkennung einer nationalen Rasse im VDH hat nur vorläufigen bzw. aufschiebend bedingten Charakter. Aus diesem Grund nimmt der VDH auch keine Zuchtvereine auf, die nur national anerkannte Rassen betreuen, da sie keine dauerhafte kynologisch sinnvolle Betreuung einer Rasse im Sinne der VDH-Satzung sicherstellen können.

 

Da der VDH die in Deutschland geführten Zuchtvereine CBCD e. V. und CfC nicht als Rassezuchtverein im VDH aufnimmt, wurde die bisherige Zusammenarbeit der Schweizer mit den deutschen Vereinen, durch den CBCS aufgekündigt. Eine Zusammenarbeit mit schweizer Züchtern war ab diesem Zeitpunkt nur noch mit im VDH registrierten und zur Zucht zugelassenen Hunden möglich.

In Folge dessen haben einige Züchter sowohl den CBCD e. V., als auch den CfC verlassen, um als Vertragszüchter unter dem VDH weiterzuzüchten. Um den Continental Bulldog zur Zucht im VDH einsetzen zu können, muss es zu einem Vertragsabschluss zwischen Züchter und dem VDH kommen und die vorgeschriebenen Zuchtzulassungsvoraussetzungen erreicht werden. 

 

Anlässlich der VDH-Europasieger-Ausstellung im Mai 2015 fand die erste Phänotypisierung und Gesundheitsüberprüfung zur Registrierung für Continental Bulldogs im VDH statt. Im Anschluss an diese Veranstaltung wurden die Zuchtvoraussetzungen für die Rasse Continental Bulldog im VDH festgelegt und Verträge mit interessierten Züchtern geschlossen. Ab Juli 2015 konnten dann zum ersten Mal Continental Bulldogs auf VDH-geschützten Ausstellungen gezeigt werden.

 

Für Continental Bulldogs, die in der Schweiz gezüchtet wurden und die man im nationalen Schweizer Zuchtbuch für Continental Bulldogs führte, bestand anlässlich der VDH-Europasieger-Ausstellung zum ersten mal die Möglichkeit, die Bestandteile Phänotypüberprüfung und Verhaltenstest zur Zuchtzulassung im VDH zu absolvieren. 

 

Durch den Verlust der zum VDH abgewanderten Hunde und dem Wegfall der schweizer Contis und den daraus resultierenden kleineren Genpool, haben sich die Zuchtkommissionen von CBCD e. V. und CfC zusammengesetzt und ein gemeinsames Körreglement ausgearbeitet, um die züchterische Zusammenarbeit zu fördern.