Die Pubertät beim Hund

Die Pubertät ist auch bei Hunden eine schwierige Zeit. Da die Hormone verrücktspielen, wird der mühevoll erzogene Hund plötzlich zum Chaoten. Alles was sie ihrem Hund bisher beigebracht haben, scheint plötzlich vergessen. Kommandos wie „Sitz“ und „Platz“ werden gekonnt ignoriert.

Welpen und Junghunde können ihre erwachsenen Artgenossen oft in Rage versetzen. Achtung: Den oft zitierten Welpenschutz gibt es nicht!
Welpen und Junghunde können ihre erwachsenen Artgenossen oft in Rage versetzen. Achtung: Den oft zitierten Welpenschutz gibt es nicht!

Während der Pubertät bilden und verbinden sich beim Hund neue Gehirnzellen und bestehende Zellenverknüpfungen werden überprüft. Die jungen Hunde verlieren jetzt ihr weiches Babyfell und bekommen einen größeren Kopf, sowie eine breitere Brust.

 

Rüden fangen während der Geschlechtsreife an ihre Umgebung zu markieren, und versuchen außerdem ihre Grenzen auszutesten. Sie suchen den spielerischen Kampf mit anderen Hunden und mit ihnen. Hierbei wird die Rangordnung zwischen Hunden, aber auch zwischen ihnen und den anderen Familienmitgliedern festgelegt.

Hunde zeigen in dieser Zeit häufig zwei unterschiedliche Gesichter. Zum einen können sie ein besonders selbstbewusstes und herausforderndes Verhalten an den Tag legen, zum anderen können sie plötzlich Angst vor Dingen haben, die zuvor kein Problem darstellten.

Hündinnen kommen im Schnitt ab den 6 Lebensmonat in die Pubertät. Rüden hingegen werden erst zwei bis drei Monate später geschlechtsreif. 

 

Sollte ihr Welpe in die Pubertät kommen und plötzlich ein flegelhaftes Benehmen an den Tag legen, heißt es erst einmal Ruhe bewahren. Gerade jetzt ist es wichtig, einen Mittelweg zwischen Konsequenz und Nachsicht zu finden, da sich ihr Hund wahrscheinlich viele Patzer leisten wird. Es ist ganz wichtig, dass sie an den bereits festgelegten Regeln konsequent festhalten … auch wenn ihr Hund nicht wie gewünscht reagiert. Verständnis und Akzeptanz helfen, durch diese nicht ganz einfache Zeit zu kommen.

 

Sollte ihr Hund doch eine Grenze überschreiten, bleiben sie bitte ruhig! Niemals mit Wut und Enttäuschung reagieren, da dies zum Gegenteil führt. Konsequente Beharrlichkeit führt eher zum gewünschten Ziel. Es kann sonst passieren, dass der Hund merkt, dass sie die Situation nicht im Griff haben und versuchen seinen Vorteil auszunutzen. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass sie ihren Platz an der Spitze der Rangordnung verlieren und einen Hundetrainer engagieren müssen, der ihm wieder Gehorsam beibringt.

 

Neben der richtigen Erziehung können auch homöopathische Mittel helfen, das Körpergleichgewicht wieder herzustellen und die Probleme während der Pubertät einzugrenzen. Fragen sie ihren Tierarzt, ob er eine Behandlung mit homöopathischen Mitteln empfehlen würde. Des Weiteren kann die Handfütterung bei der Erziehung helfen, da sie ein Garant für eine verbesserte Mensch-Hund-Beziehung sein kann.

 

Auf jeden Fall gilt: je ruhiger, konsequenter, aber auch liebevoller sie sind, desto mehr wird sich das später in einer wunderbaren Beziehung zu Ihrem Liebling auszahlen.